Schade, dass jetzt gerade der Seitenumbruch stattgefunden hat, dann hättet ihr zu sofort den ersten Teil der heutigen Foto-Lieferung sehen können. Bei Bedarf könnt ihr ja nochmal zurückblättern, denn da ist so einiges Interessantes mit dabei, nämlich überwiegend die Luxusfahrzeuge.
Hier hingegen sind eher die Brot-und Butterfahrzeuge zu sehen. Wobei das beim ersten Fahrzeug nicht so ganz zutreffend ist. Es handelt sich um einen Schwimmwagen von Hans Trippel, genannt Amphicar und kam Ende der 50er / Anfang der 60er Jahre zur Veröffentlichung. Knapp 4.000 Fahrzeuge wurden gebaut, er war aber mit über 10.000 DM damals in der Anfangszeit zu teuer. Später dann wurde der Preis auf rd. 8.800 DM reduziert. Da standen dann aber schon -zig Fahrzeuge auf Halde. Gebaut wurde das Fahrzeug von der Rohkarosserie getrennt von der eigentlichen Mechanik, so dass auch noch ein umfangreicher Transport zwischendurch zur Komplettierung anstand. Alles nicht so ganz dafür geeignet, die Kosten zu senken! Gesichtet habe ich das Fahrzeug in der hannoverschen Südstadt auf dem Arbeitsweg nach Hause. Ich wußte, dass in einer bestimmten Straße eine Oldtimer-Werkstatt angesiedelt ist. Ich war aber der Meinung bis dahin, dass die sich nur um englische Oldtimer kümmern! Tja, total falsch eingeschätzt. Hin und wieder ist dann doch auch mal das Garagentor offen und man kann sehen, was da so drin steht, wobei von außen nicht viel zu erkennen ist. Um nicht allzu neugierig zu sein, habe ich das Foto also von der Ferne aus aufgenommen:

Näher ran kam ich damals nicht, ich wollte halt nicht zu aufdringlich sein. Aber jetzt vor kurzem Ende Juni ist es mir dann noch gelungen, den Wagen von einer anderen Position aus zu fotografieren und hier erkennt man dann auch die Schwimmfähigkeit des Wagens mittels zweier Bootsschrauben. Wie der Name schon sagt, kann dieses Fahrzeug also tatsächlich schwimmen (mit einem 1,2 Liter-Motor und 38 PS):



Ebenfalls aus Deutschland, aber aus dem anderen Teil (DDR) stammt dieser sehr gut farblich aufgemacht Wartburg 353:


Und bei diesen beiden Renault R4 gibt es auch eine interessante Geschichte zu erzählen. Ich sitze auf dem Rückweg von der Interschutz-Messe Mitte Juni in der hannoverschen Stadtbahn und sehe dabei einen blaßblauen R4, der in Richtung Innenstadt fährt. Was der Besitzer nicht wissen kann, ist die Tatsache, dass genau ab dem Ortsteil, wo ich ihn gesehen hatte, die hannoversche Umweltzone beginnt und er dort eigentlich gar nicht einfahren darf. Denn dieser R4 TL ist in Frankreich zugelassen und der Fahrer wird das Umweltzonen-Zeichen nicht so ganz verstanden haben:


Fronkreisch, Fronkreisch:

Und wie es jetzt der Zufall will, ist mir nahezu an der gleichen Stelle ein ebenfalls blaßblauer R4 begegnet! Ich dachte erst, dass der Wagen jetzt wohl auf ein deutsches Kennzeichen umgeschlüsselt ist! Aber nein, es ist ein deutsches Modell (GTL) und damit ein ganz anderes Fahrzeug. Er trägt im Heck auch einen anderen Aufkleber:

